Nockenschleifmaschine

Zur Herstellung von Nocken oder ganzen Nockenwellen ist eine Nockenschleifmaschine zwar nicht unbedingt erforderlich aber durchaus von Vorteil. So mancher Modellbauer feilt seine Nocken von Hand und härtet die Nocken anschließend. Wir wollten einen anderen Weg gehen.

Hierzu haben wir eine Nockenschleifmaschine nach dem Apfelbeck-Prinzip gefertigt.
Sie besteht aus einem Schwenkrahmen, der die Rohlinge aufnimmt. Am Ende des Schwenkrahmens wird der Masternocken aufgespannt. Dieser läuft gegen einen Stößel. So entsteht beim Drehen an der Kurbel eine Schwenkbewegung, mit der der Rohling gegen die Schleifscheibe gedrückt wird, eine Art Kopiervorgang.

Der Masternocken wird einmalig auf der Fräse und dem Teilapparat gefertigt. Dabei wird nach der zuvor erstellten Frästabelle für jeden Fräsvorgang die Gradzahl für den Teilapparat und die Zustellung des Fräsers neu eingestellt.

Masternocken

Schwenkrahmen

Rohling

Nockenrohling
Der Rohling besteht bei uns nur aus einer Kreisscheibe an der Stelle wo der Nocken entstehen soll. Den Nocken oder die Nockenwelle härten wir zuvor und schleifen das Material dann ganz runter bis auf die Nockenform. Das geht recht fix.

Masternocken
Der Masternocken stellt das Orginal dar, von dem kopiert wird, er wird zuvor entsprechend der Motorauslegung berechnet und gefertigt.

Die Nockenform sollte eine sogenannte “harmonische Nockenform” sein, nicht die einfache Tangentenform. Das heißt, das der Grundkreis ruckfrei in den Kopfkreis übergeht und an den Punkten P1 und P2 ist die Beschleunigung konstant.

Die Formel für den  Flankenradius Rf hat Uwe hergeleitet und mittels “Newton-Raphson”-Verfahren und einer 2. Exceltabelle gelöst.

Als Nockenform für den Einzylinder wollten wir den im Bauplan von Fa.Jung vorgeschlagenen Tangentennocken nicht übernehmen. Deshalb haben wir die Nockenauslegung anhand der Formeln aus dem Buch von Prof.Demuth vorgenommen.

Nockenberechnung

Daraus ist dann eine kleine Tabelle zur Nockenberechnung entstanden:

Nockenform

Mit dem Ergebnis, dem Flankenwinkel, konnten wir dann die Frästabelle erstellen.